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Fichten-Monokultur
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Vor einigen Millionen Jahren herrschte in Mitteleuropa eine subtropische
Vegetation mit Palmen, Baumfarnen, Magnolien und Tulpenbäumen. Doch dann
folgten die Eiszeiten und diese Flora starb aus. Als die letzte Eiszeit vor
ca. 10.000 Jahren zu Ende ging, war Mitteleuropa nahezu waldlose Steppe.
Nach der Eiszeit wuchs zuerst das Gras, dann wanderten Birke und Kiefer aus
den wärmeren Gegenden wieder ein. Die Birke ist anspruchslos und produziert
jedes Jahr ca. 30 Millionen Samen, die der Wind weit tragen kann. Mit
zunehmender Wärme dominierte die Haselnuss. Dann drängten Eiche, Linde,
Ulme, Ahorn und Esche nach, es folgte der Eichen-Mischwald. Zur Verbreitung
der Eiche hat der Eichelhäher stark mitgeholfen.
Vor 3000 Jahren wanderte
schließlich die Buche aus Süditalien wieder ein. Sie ist robust (keine
Borkenkäfer, keine Pilze), nur Auwälder und Moore mag sie nicht. Zur
Römerzeit war Germanien ein „Buchenurwald“. Noch heute würde in Mitteleuropa
die Buche in den niedrigen Lagen dominieren und in Gebirgslagen hätten sich
Buchen, Tannen und Fichten durchgesetzt. Vermutlich wäre ganz Deutschland
bewaldet, wenn der Mensch nicht mit Rodungen eingegriffen hätte.
Erst im 14.
Jahrhundert wurde der Wald ein schützenswertes Gut und im 18. Jahrhundert
begann der Wiederaufbau der Wälder – allerdings wurden damals vor allem
Fichten und Kiefern in Monokulturen gepflanzt. Heute sind in Bayern 34 % der
Fläche bewaldet mit einem hohen Anteil (77 %) an Nadelholz (Fichte, Tanne,
Kiefer). Seit Jahren werden die Fichtenwälder durch Laubbäume (Eiche, Linde,
Hainbuche, Buche) verjüngt. Ziel ist ein Mischwald aus Bäumen
unterschiedlichen Alters. |