Wald: Der
Grünspecht macht sich im Süden rar
Grünspecht – Picus veridis
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Grauspechte übertönt. Der Grünspecht ist so groß wie ein Eichelhäher und damit ein Stück größer als der sehr ähnliche Grauspecht, dessen Ruf immer traurig klingt. Grünspechte rufen so vital, als wollten sie die Sache sofort klären. Sonst ist die Lebensart der beiden Erdspechte ähnlich, nicht nur in der Grundfarbe, sondern auch bei den Ameisen. Selten sind sie beide, denn vom Grünspecht gibt es in ganz Bayern gerade 3870 Paare, vorwiegend in Nordbayern, und vom Grauspecht gibt es nicht einmal die Hälfte, also weniger als 2.000. Im Schnitt sind sie im 5seenland sehr selten. Ihre Anzahl geht noch immer weiter zurück, da ihre Umwelt immer mehr zerstört wird. Vor allem, wenn sich auch die Forstleute nicht mehr auf die Spechte besinnen. In unserem Landkreis kenne ich nur noch ganze 2 Paare der Grünspechte. Eines lebt im Naturwaldreservat Seeholz am Ammersee, und eines lebt seit Jahren in unseren Gärten und im nahen Waldrand. Seine Höhlen hat er hier in großer Höhe in einer alten Buche. Er gehört zu den stark gefährdeten Waldvogelarten, die zu den Opfern intensiver Forstwirtschaft gehören. Das aber ist kein Zufall. Er mag den Holzackerbau gar nicht, sondern den lichten Wald, nicht die Fichte, sondern den Laubwald zwischen Wald und Feldflur. Offenland ist also angesagt, mit hohem Anteil von Laubholzarten, die alt sein sollten. Er liebt die Magerrasen in der Sonne, wo sich viele Insekten und Ameisen tummeln, lockere Parklandschaften in der Ortschaft, im Villenviertel, Streuobstbestände und Feldgehölze. Weil er keinen so starken Meißelschnabel hat wie der Schwarzspecht oder der Grosse Buntspecht, ist er weit stärker als jene auf Totholz angewiesen. Er baut seine Höhle lieber in das weich gewordene Dürrholz alter Bäume - und noch viel lieber, wenn dort die Pilze im Holz schon Vorarbeit geleistet haben. Im Norden brütet er weit günstiger für den Beobachter, wenn er in Streuobstanlagen einzieht. Hierzulande aber geht er hoch hinauf. Je weniger Totholz es aber in einem reinen Wirtschaftswald gibt, desto häufiger bleibt der Grünspecht ganz aus und der Grauspecht ebenfalls. Im Bauerngarten wühlen beide in den Beeten nach Ameisen. Kurzrasige Gebiete liebt er darum besonders, und wenn es dort einen Verhau gibt, dann gibt es auch viel mehr Ameisen. |
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Wolfgang Alexander Bajohr |