Wald: Der Buntspecht,
Vogel des Jahres 1997 -
Wo Zimmerleute den Ton angeben. Waldlücken und dürre Bäume sind
für den Buntspecht lebenswichtig
von Wolfgang Alexander Bajohr
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Neben ihrem scharfen Ruf "Kick", den sie zu einem rauen Schäckern aneinanderreihen, haben Buntspechte noch Laute, die das Instrument Baum als Resonanzboden nutzen und über einem dürren Aststumpf zum Knarren bringen. Jede Spechtart trommelt anders. Damit unterscheiden sie sich untereinander und von allen anderen Vögeln. Schon in grauer Vorzeit waren die Trommelwirbel im undurchdringlichen Urwald ein hervorragendes Nachrichtenmittel, das weit zu hören ist. Beim Buntspecht ist der Trommler der schnellste von allen Spechtarten, denn er bringt es leicht auf 10 - 15 Schläge in der Sekunde. Gerne nutzt er dafür auch Telefonmasten, Fernsehantennen und Blechschornsteine. Dann ist der Krach oft ganz erheblich. Ursprünglich mag die Morsesprache aus dem Hacken bei der Nahrungssuche entstanden sein, und sie ist aus der Signalwirkung des schwirrenden Klangkörpers der Hölzer ständig vollkommener geworden. |
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Der Tod, den ein in Zickzack durch die Stämme kurvender Habicht oder Sperber brachte, der ihn dann gerupft hat, war schnell und überraschend. Meist aber bemerkt der gejagte Buntspecht den Jäger Sperber rechtzeitig und umkreist den Baum. Hört er das Warnen der Meisen, bleibt er plötzlich auch ganz starr an den Baum gedrückt sitzen, und offenbar ist sein buntes Gefieder den Lichtkringeln der Sonne so ähnlich, dass er mit der Rinde verschwimmt und unsichtbar für den Greif ist. Nur in seiner Höhle kennt der Buntspecht kaum einen Feind. Denn für das Wiesel liegt sie meist zu hoch, Marder und Eichhörnchen aber passen nicht durch das enge Loch. |
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Wir möchten Sie noch auf folgenden Bericht
aufmerksam machen
Wer klopft denn da? Fassadenhacker am Werk
http://www.lbv-muenchen.de/Projekte/gebauedebrut/voegel/buntspecht.htm