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Fossile Funde belegen, dass
Libellen die Erde seit ca. 325 Millionen Jahren bevölkern. Seit ca. 250
Millionen Jahren haben sie sich kaum verändert und erschienen bereits
damals so, wie wir sie heute kennen. |
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Libellen
gehören als Ordnung Odonata zu der artenreichsten Tierklasse der
Erde, den Insekten. Weltweit dürften weit über 5.000 Arten beschrieben
sein. In Deutschland sind 80 Arten, in Bayern 74 Arten nachgewiesen. Von
mindestens 45 der in Bayern vorkommenden 74 Arten sind Fundorte im
Landkreis Starnberg bekannt. |
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Libellen werden in 2 Unterarten unterschieden mit folgenden Familien: |
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Kleinlibellen (Zygoptera) |
Großlibellen (Anisoptera) |
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Kleinlibellen (Fotos Frau C. Fischer und Hr. W. Bajohr) |
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Großlibellen |
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Allen Libellen gemeinsam ist ihre Gebundenheit an Wasser, ihre Wärmebedürftigkeit, ihre Fähigkeit zu extremen Flugmanövern Rückwärtsflug und Rüttelflug, ihre Schnelligkeit, ihr außerordentliches Sehvermögen, sowie ihre räuberische Lebensweise. |
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Libellen erreichen Geschwindigkeiten von ca. 40 km/h und beobachten ihre Umgebung aus Facettenaugen mit je bis zu 30.000 Einzelaugen (Ommatidien) bei Großlibellen, die einen Blickwinkel von ca. 180 Grad erlauben. Dem so ausgestatteten Räuber entgeht keine Beute, die in den Bereich der sechs borstigen, als Fangkorb dienenden, Beine gerät. |
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Libellen ernähren sich von anderen Insekten, auch kannibalisch von anderen Libellen . Libellen wiederum werden von Vögeln, Amphibien, Spinnen usw. erbeutet. |
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Der Lebenszyklus von Libellen beginnt mit der Paarung, die
nach
dem Ergreifen des Weibchens durch das Männchen durch die Bildung des
Paarungsrades - einzigartig im Insektenreich – gekennzeichnet
ist. Anschließend erfolgt die Eiablage, je nach Art mit bewachendem Männchen
oder ohne es, in pflanzliches Material oder direkt in das Wasser. Aus dem
Ei schlüpft die Prolarve, die sich kurz darauf zur Larve häutet. Die Anzahl der Larvenstadien
und die Larvalentwicklungszeit wird bestimmt von der Libellenart, der Ernährungslage
und von Umwelteinflüssen. Mehrjährige Entwicklungszeiten, bis zu 5 Jahre
z.B. bei den Quelljungfern, ferner bis zu 14 Larvenstadien sind bekannt.
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Auch die Larven leben räuberisch.
Mit ihrer zur Fangmaske umgebildeten Unterlippe erbeuten sie
Wasserinsekten, Insektenlarven, Kleinkrebse, auch Kannibalismus hat
Tradition. |
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Körper und Flügel pumpt die Libelle mit Hämolymphe auf, bis diese gestreckt sind. In dieser Phase sehr verwundbar, wartet die Libelle, bis Körper und Flügel ausgehärtet sind, um anschließend zum Jungfernflug aufzusteigen. Die frisch geschlüpften Tiere erkennt man hellen Glanz der Flügel. |
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Zurück bleibt die Larvenhaut (Exuvie).
Diese Exuvien sind für Libellenkundler ein wichtiges Indiz zur
Artbestimmung. Vor allem bei seltenen oder schwer zu beobachtenden Arten,
sind die Exuvien oft der einzige Nachweis. Sie findet man auch noch, wenn
die Lieferanten längst in alle Windrichtungen entflogen sind. |
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Alle Libellen sind für den Menschen ungefährlich. Sie verfügen weder über Gift noch Stachel und übertragen keine Krankheiten. In äußerst bedrängten Momenten können Sie sich mit Zwicken wehren. |
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Umgekehrt liegen die Dinge anderes. Durch Zerstörung ihrer Lebensräume, Trockenlegung von Mooren, Wasserverschmutzung usw. hat der Mensch vor allem hochspezialisierte Arten an den Rand des Aussterbens gebracht. Von den im Anhang aufgeführten 45 Arten des Landkreises Starnberg sind 24 Arten auf der Roten Liste als gefährdet bzw. vom Aussterben bedroht erfasst. |
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Der Nutzen von Libellen als Schädlingsvertilger und Bioindikator ist unbestritten. Alle Libellen, ihre Larven, ihre Exuvien, ihre Lebensräume stehen unter Biotop- und Artenschutz. Sie dürfen weder gestört, gefangenen, noch gesammelt werden. |
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Libellen im Landkreis Starnberg (Frau C. Fischer) |
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Kleinlibellen (Zygoptera) |
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Großlibellen (Anisoptera) |
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Vermehrungsgäste/ Irrgäste |
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Die mit * gekennzeichneten
Arten wurden vom Verfasser (noch) nicht beobachtet, sind aber in der
Literatur aufgeführt (Quelle: K. Kuhn/K. Burbach Libellen in Bayern) |
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Wichtige Unterscheidungsmerkmale |
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Kleinlibellen |
Großlibellen |
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