Greifvögel: Sperber haben Arbeitsteilung, sie unterscheiden sich in Größe und
Aufgaben
Von Wolfgang Alexander Bajohr
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Förster und Vogelschützer hielten Sie lange Zeit für Schädlinge |
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biologische Art und ohne Chemie den Wald von Schadinsekten befreien. So wetterte er auch gegen alle, die für seine Arbeitsvögel Fressfeinde und damit Schädlinge waren: Marder, Eichhörnchen und Sperber. Ein Vogel schreit auf. Nach dem Warnruf der Amsel preschen die Meisen in wilder Flucht in Deckung. Buntspechte hängen unbeweglich am Stamm und stellen sich tot. Manche aus der Schar der Sänger nehmen sich nicht einmal Zeit zu schauen, wohin sie fliegen, denn sie knallen gegen die große Panoramafensterscheibe und taumeln zu Boden. Ein großes braunes Ding fegt jetzt vorbei und greift eines der wieder startenden Vögelchen, das noch benommen ist, aus der Luft heraus. Er startet steil und verschwindet mit der Beute im Blätterdickicht des Apfelbaumes, wo er seinen Rupfplatz hat und die erlegte Beute anschließend frisst. Aber nur bei 5 % aller Angriffe ist er auch erfolgreich, denn weit mehr Angriffe sind erfolglos. |
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Spatzen gab es einst in der Stadt noch massenhaft. Heute sind sie selten geworden. Der Sperber jagt nicht nach Artenauswahl. Er greift Goldammer und Grünfink, Rotkehlchen und Hänfling, Stare und Rotschwanz. Aber auch dicke Kernbeißer, Baumläufer und Goldhähnchen. Geschickte Jäger unter den Sperbern fangen auch Eichelhäher und Türkentaube, wehrhafte Spechte und die dicke Ringeltaube. Weil sich am Futterplatz auch die Mäuse einfinden, greift er auch sie. Da er sich vor nichts fürchtet, lebt er in unseren Gärten wie im Paradies. |
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Sperberhochzeit im heimischen Revier und Arbeitsteilung der Partner In der Familie Sperber ist es in der Regel so, dass die Sperbermännchen das Revier wählen, in dem sie wohnen wollen. Das Weibchen hingegen sucht sich das Männchen nach dem Grundsatz aus ob ihm Revier und Partner gefallen. In der Balz zeigen sie faszinierende Flugspiele mit aneinander gereihten Girlandenflügen, wie wir sie auch vom Steinadler kennen. Dabei steigen die Vögel hoch in die Luft und stürzen sich dann steil hinab. Dabei nutzen sie den Schwung gleich wieder aus, um sich auf der neu gewonnenen Höhe wiederum steil hinabzustürzen und erneut wieder aufzusteigen. So zeigen sie weithin sichtbar eine wellenförmige Flugbahn. Da diese Flugspiele gemeinsam vorgetragen werden, steigert das die Partnerbindung. Ob die Wahl des Sperberweibchens richtig war, wird sich bald zeigen, da es in der Zeit vor der Ei-Ablage mehr Futter braucht und sich vom Terzel füttern lässt. So hat also das wesentlich kleinere Männchen einen entscheidenden Einfluss auf den Bruterfolg. Seine größere Wendigkeit und Fähigkeit als Jäger ist gefragt, denn das Weibchen braucht die Stoffreserven, um 6 Eier zu produzieren. Darum kann sie auch nicht selber so stürmisch und mit soviel Einsatz jagen wie außerhalb der Brutzeit. |
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brüten und den Eiern mehr Wärme zuführen. Sie brütet vom 2. Ei an 33-35 Tage. Auch wenn die Jungen geschlüpft sind, hat sie noch 10-12 Tage Innendienst, um das Nest gegen Fressfeinde zu verteidigen. Kommt das Männchen mit der Beute, eilt sie ihm entgegen, um sie zu übernehmen und in kleine und kleinste Portionen zerlegt und verfüttert. Verunglückt in der Brutzeit das Männchen, also z.B. wenn es abgeschossen wird, fehlt die Nachlieferung und die Brut geht zugrunde. Während der Horstzeit mausert das Weibchen das gesamte Gefieder, so kann sie nicht fliegen und den Terzel ersetzen, um Beute zu bringen. So stirbt dann sie und die Jungen. Das Männchen hingegen mausert nach und nach in kleinen Partien. Nach 3 Wochen Horstzeit ist beim Weibchen das Gefieder wieder gewachsen, so dass sie ausfliegen kann, wenn auch die Jungen flügge sind. Verunglückt aber das Weibchen, kann der Terzel die Jungen nicht alleine aufziehen, da er die Beute nur in den Horst wirft, aber nicht zerlegt. |
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