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Derweile er sich den Verfolgern stellt, die auf ihn hassen, legt sie
unauffällig ihr Ei in das gewählte Nest. Keiner weiß bis heute, ob sie es
sitzend hineinlegt oder ob sie es vorher ablegt und mit dem Schnabel
hinträgt. Dass sie ein Tausch-Ei dafür herausnimmt, damit man den Schwindel
nicht merkt, ist unwahrscheinlich und wurde nie beobachtet. Vogelschützer müssen die
Gasteltern auch nicht bedauern, denn so hilflos sind die gar nicht, denn
etliche werfen das fremde Ei hinaus, verlassen das Gelege oder weben das
Gelege in eine neue Polsterschicht ein um darüber neue Eier zu legen. Wäre
die Verlustquote nicht hoch, brauchte die Kuckuckin nicht von Mai bis Juli
innerhalb von 36-46 Tagen bis zu 16 Eier zu legen. Kuckuckseier sind
erstaunlich klein, aber ein geübter Blick erkennt sie doch. Schon nach 12
Tagen schlüpft das Findelkind noch vor den Geschwistern, und schon wird es
an ihnen zum "Mörder". Denn rückwärts rast es durch das Nest und hievt
alles, was es dabei anrempelt, mit dem Rücken über den Nestrand hinaus. Denn
der gefräßige Nimmersatt kann keine Futter-Konkurrenz brauchen. Er futtert
wie 5 Junge und reißt den roten Rachen solange auf, bis die Pflegeeltern
begreifen, dass er nur eines hat: Hunger, Hunger, Hunger. 3 Wochen müssen
sie jetzt kräftig schuften, und wenn er ausfliegt, geht es noch 3 Wochen mit
dem Ästling weiter, bis er mit Kurs auf Afrika abfliegt. Nur lebt er
unterwegs gefährlich, leicht könnte er im Kochtopf landen.
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