Ammersee/ Im Jahreslauf: Die Lerche war’s, die Tagverkünderin
von Wolfgang Alexander Bajohr
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Singt sie wie eine Lerche? |
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Über Jahrhunderte verstand die Feldlerche es, sich an Veränderungen in Feld und Flur anzupassen. Doch es war extensive Landnutzung mit kleinen Parzellen, Brachestreifen als Grenze und Brachflächen dazwischen. Selbst aus der Blütenvielfalt der Wiesen wurden mit Spritze und Dünger öde Grasäcker. Rundum in Europa galt es als Frevel Lerchen zu töten, wer es dennoch tat, kam in die Hölle. Doch unseren Nachbarn im Süden war das egal. Sie haben Millionen Lerchen gefangen, in den Kopftopf gesteckt und gegessen. Das war noch lange nicht ihr Verderben, sondern erst als wir ihren Lebensraum ruiniert haben. |
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Der Ökobauer schließlich kann ohne Rationalisierung nur leben, wenn wir seine Mehrarbeit bezahlen, und ihm seine Feldfrüchte abnehmen. Ob die Feldlerche auch noch für unsere Kinder und Enkel singen wird, hängt von unseren Verbrauchergewohnheiten ab. Ohne unsere Hilfe als Endverbraucher der Feldfrüchte, singt morgen keine Lerche mehr über Feldern auf denen der stumme Frühling einziehen wird. |